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Karl Biese - Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald

28. Juli bis 10. November 2019

 

Die Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt im Sommer 2019 "Karl Biese – Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald". Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung über Karl Biese.

 

Der aus Hamburg stammende Landschaftsmaler und Lithograph Karl Biese (Hamburg 1863 – Tübingen 1926) begann seinen künstlerischen Weg im Handwerk und als Theatermaler. Noch vor der Selbstständigkeit als Malermeister in Hamburg erhielt er 1883 ein Stipendium für die Karlsruher Kunstakademie, wohin er 1892 zurückkehrte und Meisterschüler Gustav Schönlebers wurde. Biese war Mitglied der Grötzinger Malerkolonie; gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Jenny Fikentscher, Otto Fikentscher, Franz Hein und Gustav Kampmann lebte er im ehemals markgräflichen Schloss Augustenburg. Außerdem war er Mitglied der Duhner bzw. Altenwalder Malerkolonie bei Cuxhaven. Später lebte er in Altona, Freudenstadt und Tübingen.

 

Karl Biese fand seine Naturmotive auf zahlreichen Reisen rund um Karlsruhe, im Schwarzwald, im Moselgebiet, im Rheinland und in der norddeutschen Tiefebene sowie an der Küste. In seinem Werk manifestiert sich der stilbildende Einfluss des Japonismus. Der bis heute fast unveränderte Schwarzwaldblick aus dem Biese-Atelier in Sankt Märgen hat seine Stimmungsbilder der Landschaft nachhaltig geprägt. Repräsentativ sind die Bilder "Winternebel", "Tauwetter", "Hünengrab in der Heide" und "Meeresbrandung".

 

Als Mitbegründer des Karlsruher Künstlerbundes zählte Karl Biese zu den Protagonisten der Kunstdruckerei des Künstlerbundes. Die Kunstdruckerei verfolgte vor dem Panorama der Lebensreform Aspekte der Reformpädagogik und der Kunsterziehungsbewegung. 1907 gehörte sie zu den Gründern des Deutschen Werkbundes, der für ein technisch wie ästhetisch qualitätvolles Gestalten der humanen Umwelt steht. Bieses anspruchsvolle Künstler-Steinzeichnungen in Farbe sind künstlerisches Zeugnis der vor-avantgardistischen Moderne.

 

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich illustriertes Begleitbuch mit Texten von Professorin Dr. Sibylle Appuhn-Radtke, Professor Dr. Michael Bachmann, Ursula Bachmann, Peter Bussler und Mark R. Hesslinger M.A.

 




Karl Biese, Hünengrab in der Heide / Großsteingrab Bülzenbett bei Sievern, 1901, Lithographie, 70 x 100 cm, Privatbesitz

 
Öffnungszeiten:
Von Palmsonntag bis zum Wochenende vor Martini

Mi. bis So. und an Feiertagen von 13.30-18.30 Uhr

Saison im Jahr 2019:

14. April bis 10. November




Nächste Führungen

Mittwoch, 19.06.2019, 17 Uhr

Mittwoch, 26.06.2019, 17 Uhr

Mittwoch, 03.07.2019, 17 Uhr

 

Kunsthistorische Führung durch die Ausstellung Idylle und Apokalypse - Rudolf Schlichters Landschaften




Nächste Veranstaltung

Freitag, 21. Juni 2019, Kartause Ittingen

 

AUSFLUG IN DEN THURGAU

 

Ein Tag in der Kartause Ittingen mit Dr. Markus Landert - Gesamtanlage, Rosengarten, Gang durch die laufende Ausstellung.

Keine Anmeldung mehr möglich.




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