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Aktuelle Ausstellung - ab 28. Juli 2019
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Aktuelle Ausstellung - ab 28. Juli 2019

Karl Biese - Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald



Karl Biese, Hünengrab in der Heide / Großsteingrab Bülzenbett bei Sievern, 1901, Lithographie, 70 x 100 cm, Privatbesitz, Utrecht

28. Juli bis 10. November 2019

 

Die Kunststiftung Hohenkarpfen zeigt im Sommer 2019 Karl Biese – Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald. Es handelt sich um die erste umfassende Ausstellung über Karl Biese.

 

Der aus Hamburg stammende Landschaftsmaler und Graphiker Karl Biese (Hamburg 1863 – 1926 Tübingen) begann seinen künstlerischen Weg im Handwerk und als Theatermaler. Nach seiner Gesellenzeit in Hamburg erhielt er 1883 ein Stipendium für die Karlsruher Kunstakademie. Nach seiner Meisterprüfung und dreijähriger Selbstständigkeit als Dekorateur kehrte er 1892 an die Akademie zurück und wurde Meisterschüler Gustav Schönlebers. 1899 zog er gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Jenny und Otto Fikentscher, Franz Hein und Gustav Kampmann in das ehemals markgräfliche Schloss Augustenburg, die Grötzinger Künstlerkolonie. Zeitweise war Biese auch Mitglied der Duhner und Altenwalder Malerkolonien bei Cuxhaven. Ab 1907 lebte er mit seiner Familie in St. Märgen im Hochschwarzwald, dann in Hamburg-Blankenese, Freudenstadt und Tübingen.

 

Karl Biese fand seine Naturmotive auf zahlreichen Reisen rund um Karlsruhe, im Moselgebiet, im Rheinland und in der norddeutschen Tiefebene sowie an der Nordseeküste, vor allem aber im Schwarzwald. Trotz einheimischer Motivik manifestierte sich in seinem Werk der stilbildende Einfluss des Japonismus. Biese war in diesem Punkt ein typischer Vertreter des Jugendstils, der in seiner Landschaftsmalerei umsetzte, was zeitgleich in Paris und Wien als künstlerisches Ziel galt.

 

Als Mitbegründer des Karlsruher Künstlerbundes zählte Karl Biese zu den Protagonisten von dessen Kunstdruckerei. Diese Institution verfolgte Aspekte der Reformpädagogik und der Kunsterziehungsbewegung. 1907 nahmen ihre Vertreter an der Gründung des Deutschen Werkbundes teil, der für ein technisch wie ästhetisch qualitätvolles Gestalten einer humanen Umwelt stand. Bieses bedeutende Gemälde und anspruchsvolle Künstler-Steinzeichnungen in Farbe sind Zeugnisse der deutschen Avantgarde um 1900.

 

Als Leihgeber konnten neben zahlreichen Privatsammlungen die Städtische Galerie Karlsruhe, die Graphische Sammlung am Kunsthistorischen Institut - Museum der Universität Tübingen MUT, das Augustinermuseum Freiburg, die Stiftung Museum Schloss Moyland und das Kloster-Museum St. Märgen gewonnen werden.

 

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich illustriertes Begleitbuch mit Texten von Prof. Dr. Sibylle Appuhn-Radtke, Prof. Dr. Michael Bachmann, Ursula Bachmann, Peter Bussler und Mark R. Hesslinger M.A.

 

Die Ausstellung wird gefördert von der Privaten Stiftung Ewald Marquardt für Wissenschaft und Technik, Kunst und Kultur, der Aesculap AG, der Sparkasse Pforzheim Calw, der Kreissparkasse Rottweil, der Kreissparkasse Tuttlingen, der Sparkasse Schwarzwald-Baar und dem Regierungspräsidium Freiburg.


 
Öffnungszeiten:
Von Palmsonntag bis zum Wochenende vor Martini

Mi. bis So. und an Feiertagen von 13.30-18.30 Uhr

Saison im Jahr 2019:

14. April bis 10. November




Nächste Führungen

Die Mittwochsführungen am 14.08.2019 und 21.08.2019 fallen wegen Urlaubs aus.

 

Mittwoch, 28.08.2019, 17 Uhr

Sonntag, 01.09.2019, 16 Uhr

 

Kunsthistorische Führung durch die Ausstellung Karl Biese - Naturmotive zwischen Nordsee und Schwarzwald




Nächste Veranstaltung

Freitag, 6. September 2019, nachmittags

 

Landpartie an den Oberen Neckar

 

Ein preisgekröntes Gartenreich im Rammert.

Verbindliche Anmeldung im Museum bis zum 11. August 2019




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